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Mittwoch, 28. Juni 2006

´Die Schule der Zukunft...

Ich habe lange überlegt wie ich mir meine Schule der Zukunft vorstelle. Ich fand es mehr als nur schwer die Systematik der Schule zu ändern, vor allem weil ich mit diesem System aufgewachsen bin und ich das irgendwie schwer einschätzen kann. Ich hab es auch damals hingenommen… was ich teilweise heute nicht mehr tue. Schule war für mich eher ein langweiliges Ereignis. Die Lehrer haben nie etwas Neues gemacht … Text lesen – bearbeiten – darüber sprechen… eben sehr langweilig… dann gab es auch noch Hausaufgaben weiter z u lesen… Und wenn am Ende des Schuljahres was Schlechtes herauskam (Note!) war ich natürlich die Schuldige, die es sich nicht aneignen konnte...besser gesagt wollte…Obwohl die Seiten genau benannt worden sind… trotzdem keine Chance. Wehe man sagt was gegen den Lehrer…dann war die Note am Ende noch schlechter als sie schon eigentlich war. Lehrer sind ja Pädagogen… einige hatten weniger von Pädagogik „Ahnung“ als ich in der Oberstufe… Wenn die nicht wissen, wie man unterrichtet, wer dann?

Ja ich gebe ja auch zu, dass ich Lieblingsfächer hatte. Das lag aber auch daran, dass ich meistens nicht das Fach, sondern den Lehrer gemocht habe der den Unterricht gemacht hat. Lehrer die ganz anders Unterrichtet haben, als die meisten. Man konnte sich unterhalten(diskutieren) über die Problematik, ohne das der Lehrer gleich sich eingemischt hat. Man konnte seine eigenen Ideen einbringen und teilweise auch verwirklichen. Die Euphorie der Lehrkraft wurde auf die Schüler übertragen. Naja, die Lehrer (ihr Unterricht) die mich gelangweilt haben, da begann ich dann lieber mit meinen Hausaufgaben der anderen Fächer um jedenfalls meine Zeit „sinnvoll“ zu nutzen. Einmal wurde ich dann auch von einer Lehrerin erwischt…und so wie es ist... wurde ich vor der ganzen Klasse bloß gestellt… Ich habe ihr dann daraufhin erklärt, dass ihr Unterricht zu langweilig ist und mich nicht anregt zuzuhören, da sie eh nur vorne stehe und alles vom Schulbuch vorträgt… Mensch, so was hätte ich niemals zu ihr sagen sollen… ich musste zum Direktor… hab mir richtig schön was anhören müssen… bin sogar mit einem verweis „bedroht“ worden… Meine damalige Tutorin meinte zu mir… Schüler müssen einfach mal die Klappe halten, obwohl du wahrscheinlich sogar recht hast…
Bis zu meiner 10.Klasse hatte ich irgendwie auch nur sehr autarkisch, grauhaarige und alte Lehrer.. Die Pause, oder besser noch der Schulschluss, wurden herbeigesehnt. In den Pausen konnte man dieser Art Lehrer auch nicht zu nahe kommen oder womöglich noch eine Frage stellen wollen. Möglichst schnell verschwanden sie im Lehrer- oder besser gesagt Raucherzimmer und wurden auch erst wieder gesehen, als die Schulklingel bereits mehre Minuten zur nächsten Stunde verklungen war. Beim anschließenden Betreten des Klassenzimmers konnte man dem Lehrer regelrecht ansehen, was er dachte: null Bock! Und so ein Desinteresse wirkt sich natürlich in keiner Weise motivierend auf die Schüler aus. Im Gegenteil, es reduziert das Interesse der Schüler auf ein Minimum.

So nun zum Thema zurück… Die Schule der Zukunft zu entwickeln ist eher schwierig… ich glaub der Unterricht geht nur besser zu gestalten…

SuS frei gestalten lassen… Nach Wagenschein z.B. unterricht… so was wäre doch mal eine richtig GEILE Idee!!

Mittwoch, 17. Mai 2006

Petergoge.twoday.net ---> zum unterhalten?!

Es gibt weder Kreis noch Quadrat.
Es gibt in der Wirklichkeit nur Annäherungen an das Ideal.

Ziel: Berechnung des Quadrats
Es gibt keine Quadrate, es gibt in der Wirklichkeit eine Annäherung an das Ideal!
Die Kinder müssen hier verstehen, dass das Quadrat gleiche Seiten hat.

1. Gestalt

2. Form

3. Analysieren/Struktur

4. Synthese/System


Wie sieht eigentlich ein geborener Blinder die „Wirklichkeit“ in der wir leben? Was denkt er sich? Welche Vorstellungskraft hat die Person?

Mittwoch, 10. Mai 2006

Wo liegt denn dieses Mallorca?

Als ich dieses Wochenende bei meinem Physikdidaktik Wochenendseminar war, hat uns unser Dozent (Prof. Dr. Lutz Fiesser) folgendes an die Tafel geschrieben:
… es gibt keine wahrheit …
… im mittelpunkt des unterrichts steht der lernende mensch …
… physikunterricht ist ein prozess …
… meistens misslingt er …
… und das wissen wir seit mindestens 100 jahren …

Es wurde darauf vom naiven Realismus gesprochen und der individuellen Interpretation der Welt. Dann hat er uns Zeilen aus dem Buch „basic instinct“ (Wolfgang F. Schmid, ja genau der, den wir alle kennen) vorgelesen, ich zitiere hier mal paar Zeilen:
„Aristoteles deutet den bis dahin geltenden Begriff der Wahrheit radikal um. Wahr ist für ihn nicht mehr das, was sich offenbart, sondern nur noch das, was sich als richtig oder falsch erweist. Indem Aristoteles der Kraft des Logos Gesetzte verschafft, kann sie sich zwar in Gesetzen und Regeln des Denkens erproben, aber gerade diese Probe auf´s Exempel der Wahrnehmung setzt eine Wissenschaft in Gang, die dem Menschen zur größten Gefahr werden soll.“ (S. 343)

„Aristoteles erklärt, dass die Physik zur Unterscheidung zwischen richtigen und falschen Aussagen dadurch gelangen könne, dass man die nicht mehr wie Platon als die Wissenschaft von der Natur überhaupt, sondern nur noch als eine unter anderen Naturwissenschaften betrachte, eben jene, welche sich mit den unbelebten Dingen der Natur und deren Beziehungen untereinander befasse.“ (S. 344)

„Und so sieht es heutzutage aus:
Wir haben gelernt, alles zu vereinfachen. Wir versichern uns, indem wir uns nur das umgekehrte Eindeutige annehmen. Unsere Welt besteht aus einem Netzwerk formelhaft verknüpfter wissenschaftlicher Funktionen.“ (S. 345)

Nachdem ich nun versucht hatte allem verständlich zu Folgen, kam er auf Martin Wagenschein („Verstehen lehren“) zu sprechen. Ich habe mir das Buch am Montag geliehen und bin auf das Kapitel „Verdunkeltes Wissen“ gestoßen, indem gleich am Anfang ein kurzer Dialog aufgezeigt wird:

„Wo liegt denn dieses Mallorca?“
„DAS weiß ich nicht. Wir sind hingeflogen.“

Als Geographie Studentin musste ich schon einwenig darüber schmunzeln, aber genau darum geht es jetzt bei den Fragen, die ich unten aufgeführt habe. Aufgabe ist es, die Fragen einfach „aus dem Bauch heraus“ zu beantworten, aber ohne irgendwelche Information einzuholen.

1.) Wie kommt es zu einem Gewitter (Blitz/Donner)?
2.) Wie kommt es, dass die Astronauten nicht auf die Erde fallen?
Wie kommen sie wieder zurück?
3.) Eisen versinkt im Wasser. Warum gehen dann keine Schiffe unter?
4.) Wie kommt es, dass ein Fahrraddynamo Strom erzeugt?
5.) Wieso entsteht bei Regen ein Regenbogen?
6.) Warum ist es im Dezember kalt?
7.) Warum zieht ein Magnet zum Beispiel Eisennägel an?
8.) Wie kommt es, dass man durch ein Vergrößerungsglas, Gegenstände vergrößert sieht?

Ich mache es so wie Prof. Schmid: Ich sage euch keine Antworten, weder auf die Fragen noch wieso ich gerade euch diese „einfachen“ Fragen stelle. Versucht sie erst zu beantworten und schlagt erst dann nach. Durch diesen Prozess findet ihr die Antwort selber!
(Ich hoffe … *grins*)

Sonntag, 26. März 2006

...

Das schönste Glück des denkenden Menschen ist,
das Erforschliche erforscht zu haben und
das Unerforschliche ruhig zu verehren.

-Johann Wolfgang von Goethe-

Donnerstag, 26. Januar 2006

Es begann mit einem langen Stück „Holz“ …

Es ist 13.30 Uhr und die Mensa ist voll von lauter hungriger “Lebewesen“. Doch es fiel mir auf, dass eine Person sich stark mit etwas Anderem beschäftigte, als mit dem „leckeren“ Essen… Sie hatte eine Art Bauplan für irgendein „Magisches Kreuz“ in der Hand. Ich fand es etwas mysteriös und zückte gleich meinen Fotoapparat aus der Tasche und fotografierte Sie.

lesen

Doch was liest Sie da? Was hatte das alles zu bedeuten? Nach kurzer Zeit begann sie hysterisch ihre Sachen zu packen und verlies die Mensa in Richtung Ausgang.
Ich wollte mehr wissen über das „Magische Kreuz“ und verfolgte die Person auf Schritt und Tritt…Sie ging in Richtung FH Parkplatz und stieg in ihren „Flitzer“…Sie bretterte um die Kurve und ich schaffte es gerade noch auf mein Fahrrad.

ichiaa2

Mittlerweile war es schon gegen 13.43 Uhr, als ich die Person, voll erschöpft, vor einem Baumarkt in Flensburg entdeckte.

vor-baumarkt

Ich verfolgte die die mysteriöse Person in den Baumarkt… und mitten in dem Baumarkt blieb sie stehen und verzog ihr Gesicht…

verzug

Sie schien zu überlegen… doch kurze Zeit später holte Sie ein paar Holzteile aus dem Regal und guckte sich die Größen der einzelnen Teile an. Es schien so als ob sie noch nicht genau wissen würde, was nun das passende Holz, vermutlich für ihre Bauanleitung, zu gebrauchen sei. Doch nach kurzer Zeit, es müsste gegen 13.59 Uhr sein, ging sie weiter und suchte „panisch“ nach etwas bestimmten… Da sie anscheinend nicht mehr weiter wusste, informierte sie sich an der Information und lief nun geradewegs zu dem gesuchten „Holzleim“… Sie schien glücklich zu sein und ging zur Kasse und bezahlte. Vor lauter eile hatte Sie ihren Kassenbon vergessen. Ich fragte schnell die Kassiererin, ob ich den Kassenbon bekommen könnte und sie händigte ihn mir, mit einem verdutztem Gesichtsausdruck aus. Ich riss ihr den Kassenbon aus der Hand, denn die mysteriöse Person war schon nicht mehr zu sehen.

kassenbon

Mist dachte ich mir… wo war sie denn geblieben…ich hatte sie verloren… ich war den Tränen nahe… Ich stieg auf mein Fahrrad und fuhr wieder zurück zur Uni, denn dort musste ich noch eine Veranstaltung im 4.Stock besuchen. Enttäuscht an der Uni angekommen ging ich die Treppe in den 4. Stock hoch. Beim vorbeigehen jedoch entdeckte ich, dass, wie sonst nicht üblich, die Tür zum „Staubraum“ offen stand. Neugierig wie ich bin ging ich hinein und bemerkte ein mir bekanntes Holzstück auf dem Boden, sie dürfte etwa 90cm lang , 3cm breit und 2cm tief sein…


holz-boden

Plötzlich hörte ich aus dem Nebenraum komische „säge“ Geräusche… ich schaute um die Ecke….

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Ich hatte Sie wieder gefunden… die mysteriöse Person… ich war glücklich, denn nun konnte ich sie weiter beobachten… wie sie genaustens auf die Bauanleitung achtete.
Ich hatte eine Nische hinter einem Schrank gefunden und versteckte mich dort…
Die Veranstaltung, die ich eigentlich besuchen wollte, war nicht mehr interessant genug für mich, wie die mysteriöse Person und ihr „Magisches Kreuz“…
Obwohl sie sägte und sääääääääääääääääääääääägte … es war ein Höllen-Lärm... war es mir Wert hinter ihr Geheimnis zu kommen….

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Nach einer sehr langen Zeit, hörte sie auf zu sägen und auf der Ablagebank hatte sie ein Paar Holzteile niedergelegt… Ich ging schnell dort hin und hab die Länge der einzelnen Holzstücke gemessen…ich musste mich beeilen… es waren zwei 23cm und vier 10cm lange Holzteile. Langsam verstand ich nichts mehr … und es ertönte ein neues Geräusch… War es eine Bohrmaschine? Ja, es schien so, als ob sie Löcher in die einzelnen Holzteile bohrte…

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Nachdem Sie mit dem Bohren fertig war, begann sie mit dem Holzleim herumzuleimen. Sie legte die einzelnen Holzstücke aufeinander und „presste“ sie …

pressen1

Sie verließ nun den Raum und mir blieb die Zeit mir ein anderes besseres versteck zu suchen. Ich musste mich beeilen, denn ich hört schon ihre Schritte … Ich versteckte mich schnell unter dem Tisch und beobachtete Sie weiter.


unterm-tisch

Ruhig und still wartete ich darauf, dass sie wieder den Raum geht und ihre Arbeit an dem Magischen Kreuz weiterführt. Sie nahm sich eine Pfeile in die Hand und es sah so aus als würde sie nichts bei der Arbeit stören… Die Minuten vergingen …. Ich hatte noch nichts gegessen und war schon sehr erschöpft … Das ganze „herum gemesse“, „anpassen“ und „schmirgeln“ der Holzteile, hatte anscheinend eine einschläfernde Wirkung auf mich… obwohl ich meinem Ziel so nah war….bin ich eingeschlafen….und ich konnte mich an nichts mehr erinnern….
Als ich dann aufgewacht bin … war alles dunkel und es kam mir alles einwenig unheimlich vor… niemand war mehr da… es war echt unheimlich alleine irgendwo zu sein…Ich wusste ja im ersten Moment nicht wo ich sein könnte… doch dann fiel es mir wieder ein… DAS MAGISCHE KREUZ… Wo ist sie hin? Wo ist das „HolzDING“ hin?
Ich kam unter meinem Tisch hervor und suchte den Lichtschalter… ich machte das Licht an und was war das???

kreuz-komplett

Es sah nach einem Kreuz aus Holz aus. Hatte die mysteriöse Person das etwa gebaut… ich schaute mir das Kreuz etwas genauer an … nahm es in die Hand … es wunderte mich jedoch, dass es nicht auseinander ging, denn die mysteriöse Person hatte doch zwei separate Holzteile gebaut…
Ich versuchte es auseinander zuziehen… mit Gewalt in zwei Teile zu zerteilen…merkte aber schnell das etwas nicht ganz stimmte… Es war anscheinend so, dass irgendwas sie, in der Mitte der Holzteile, zusammenhalten würde … ich untersuchte es genauer… Es musste doch einen Weg geben, die Teile darin zu bewegen …Es muss also etwas sein, was sich vom Zentrum weg bewegen kann…. Mir ging ein Licht auf … ZENTRIFUGALKRAFT …. Welch´ ein „zauberhaftes“ Wort… ich nahm also das „Magische Kreuz“ und versetzte es in eine Drehbewegung … SIMSALABIM und siehe da…

kreuz-einzelteile

Ich hatte es geschafft …
Ich habe nun entdeckt, was es mit dem „Magischen Kreuz“ auf sich hat und weshalb die „mysteriöse Person“ so geheimnisvolle Bauanleitungen hatte…

Ganz einfache Lösung: Sie besuchte vorher die Veranstaltung Erfolgreich Lernen und Lehren bei Herrn Prof. Schmid...wie sie mir später erzählte, und hat durch den BAU einige positive Erfahrungen „durchlebt“…
Ihr letzter Kommentar war jedoch: „Einmal „machen“ hat gereicht, aber eine Erfahrung ist es sicherlich Wert.“

Montag, 16. Januar 2006

11.01.2006

Beim Lesen der Schriften von Wagenschein [1] spürt man, in welch ungewöhnlich motivierender Weise eine gestellte Frage als Einstieg benutzt wird, um lange anhaltend Nachdenken - zum Lernen - anzuregen. Ein Einstieg soll "nicht zu komplex und nicht zu wenig komplex" in das Problem eindringen, die gedankliche Arbeit soll "exemplarisch" gestaltet werden, zu "Elementen hinunter führen und zu den komplizierten Fragen hinauf"[1]. Ein Beispiel aus der Schulphysik mag das mit Wagenschein´s eigenen Worten erläutern:

"Ein von mir oft erprobter Einstieg in die Mechanik ist die harmlos aussehende Frage: Wohin fällt ein Stein, der aus dem Fenster eines hohen Turms gehalten und dann losglassen wird? Sie erscheint anfangs trivial. Sie verwirrt sich aber sofort in einer höchst fesselnden Weise, wenn einem allmählich die Erdkrümmung und die - angebliche - Erdrotation einfallen und wenn man dann zunächst ein Zurückbleiben nach Westen für selbstverständlich hält, dann an der Erdrotation zweifelt, dann die mitrotierende Luft verantwortlich macht für das Mitgehen des Steines. Aber warum geht sie mit? Warum ist nicht ständiger Ostwind? Analoge Erfahrungen in Eisenbahnwagen, im offenen und geschlossenen, fallen ein ... Die Fragen können stundenlang erbitterte Diskussionen auslösen. Sie enden mit der Entdeckung des Beharrungsgesetztes und schließlich - das ist nun eine Sensation - mit der Ostabweichung. Zum Schluss glauben die Schüler wirklich, dass die Erde sich dreht. Ich habe dieses Thema 1946 in Abiturientenkursen für heimgekehrte junge Soldaten und ebenso als ein Thema von wochenlangem Atem mit Obersekundandern erprobt. Man kann die ganze Mechanik damit aufbrechen und dann in sie eintreten.


Diese exemplarische (d.h. an konkreten Erfahrungen ansetzende), sokratische (d.h. durch ein ständiges Frage-Antwort-Spiel in Gang gehaltene) oder genetische (also psychologisch schrittweise aufeinander aufgebaute, entwickelnde) Art und Weise, das angeblich Selbstverständliche zu hinterfragen, anzuzweifeln, die Verwirrung der Schüler zu begünstigen und dadurch eine produktive Spannung zu erzeugen, kennzeichnet den ansatz von Wagenschein. Dabei will er nicht nur Erkenntnisse motivierend vermitteln, sondern auch den Weg der Erkenntnissgewinnung:

"Es sind zwei ganz verschiedene Unterrichts-Stile: ob der Lehrer dem Schüler nur beweisen will, daß es so ist wie es ist, oder: ob er ihn zugleich erfahren lassen will, wie der Mensch, die Menschheit, auf so etwas kommen konnte und mußte. Nur die genetische Art hat mit dem, im strengen Sinne verstandenen, exemplarischen Lehren zu tun"[1].

Interessant ... aber eine herausforderung an SuS und dem Lehrenden!

[1] Wagenschein, M: Die pädagogische Dimension der Physik. Braunschweig 1971 (Westermann)

Mittwoch, 14. Dezember 2005

Was ist eine Kopfschmerz(Tablette)

Als Chemikerin ist es immer wichtig sich über gewisse Dinge zu informieren und diesmal ging es mir BESONDERS um die Kopfschmerztablette…Und ich stellte mir die Frage:
Was ist eine Kopfschmerz(Tablette)?

Bekannt auch als Acetylsalicylsäure (2-Acetoxybenzoesäure).

HC9H7O4, Körnige oder nadeliges farbloses Kristall oder kristallines Pulver von schwach säuerlichem Geruch und Geschmack (aus Wasser) oder Tafeln (aus Isoamylalkohol), Schmelztemperatur liegt bei 135°. Es lösen sich 0,25 g Acetylsalicylsäure in 100 ml Wasser von 15° mit stark saurer Reaktion, 5 g in 100 ml Ether von 18°; Acetylsalicylsäure ist löslich in Ethanol und Alkalilaugen, sehr wenig löslich in Benzol.

Herstellung: Durch Acetylierung von Salicylsäure mit Essigsäureanhydrid.
Physiologisch: Acetylsalicylsäure wirkt im Organismus ähnlich wie Salicylsäure schmerzstillend und fiebersenkend, jedoch ohne deren unangenehme Nebenwirkungen auf Magen und Darm. Die Acetyl-Gruppe bedingt darüber hinaus erhöhte Lipoid-Löslichkeit und dadurch Steigerung des analget. Effektes. Die therapeutische Wirkung der Acetylsalicylsäure ist entgegen früheren Ansichten durchaus nicht allein dem Salicylat-Rest, der nach Abspaltung der Essigsäure im Darm entsteht, zuzuschreiben. Damit stimmt der Befund überein, dass die Essigsäure-Abspaltung nur partiell im Organismus erfolgt und ein geringer Anteil Acetylsalicylsäure unverändert ausgeschieden wird. In Untersuchungen über den Wirkungsmechanismus der Acetylsalicylsäure fand Hawkins, dass Acetylsalicylsäure das Serumalbumin, die wichtigste Eiweißkomponente des Blutplasmas, durch Acetylierung verändert. Darüber hinaus zeigte sich, dass Acetylsalicylsäure in vitro offenbar auch andere Substanzen acetylieren kann. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Acetylsalicylsäure die Synthese der Prostaglandine durch Blockierung der enzymatischen Umwandlung von Arachidonsäure hemmt, worin man die Ursache für die schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung der Acetylsalicylsäure sieht. Wegen ihrer Prostaglandin inhibierenden Eigenschaft eignet sich Acetylsalicylsäure auch zur Behandlung von Sonnenbrand . Außerdem wurde nachgewiesen, dass Acetylsalicylsäure die Aggregation und Desaggregation der Blutplättchen stört und dadurch das Stillen von Blutungen erschwert, was ebenfalls auf die Hemmung der Prostaglandin-Synthese zurückzuführen ist. Andererseits macht gerade diese Eigenschaft die Acetylsalicylsäure zur Behandlung von Thrombosen geeignet. Selbstverständlich bringt die Verzögerung der Blutgerinnung durch Acetylsalicylsäure gewisse Gefahren mit sich. So kann sie zu Magenblutungen führen oder die Ursache solcher Geschwüre sein . Umgekehrt soll die Chelatisierung von Acetylsalicylsäure mit Kupfer (Cu) die Entwicklung von Magengeschwüren verhindern .Insgesamt ist also Acetylsalicylsäure nicht ganz so harmlos, wie es ihre weltweite Anwendung (Aspirin ist seit 1899 auf dem Markt!) vermuten lässt. Einmalige Gaben von 30–40 g können tödlich wirken. In der Liste der MAK der Schweiz. Unfallversicherungsanstalt (1984) wird ein Wert von 5 mg/m3 angegeben. Acetylsalicylsäure wird aus dem Körper nur sehr langsam auf natürliche Weise eliminiert (eine Gabe von 1 g ist erst nach 6 Std. zur Hälfte ausgeschieden).

Verwendung.: Acetylsalicylsäure ist als Analgetikum, Antipyretikum und Antirheumatikum unter den verschiedensten warenzeichenrechtlich geschützten Namen (Aspirin®) meist tablettiert, aber auch in dosierten Pulvern als Substanz wie auch als „Salz“ (z.B. als Calcium- und Magnesium-acetylsalicylate) im Handel, neuerdings auch mikroverkapselt als Thrombozyten-Aggregationshemmer

Geschichtliches.: Salicylsäure ist in der Rinde von Weiden enthalten, sie wurde im Altertum von den Griechen, aber auch von Indianern gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Salicylsäure schmeckt bitter und reizt den Magen.
Die Acetylsalicylsäure wurde 1853 von Gerhardt erstmals hergestellt und 1899 von Bayer als Aspirin® in den Handel gebracht.


Nachzulesen (aber nicht leichter) im RÖMPP Chemie Lexikon

Donnerstag, 8. Dezember 2005

NIKOLAUSITAG ;)

Was der kleine Teufel in der Lena Marie (lmbriester.twoday.net) bewirken kann. Für Leute die nicht bei der Veranstaltung waren die dazugehörige Examensarbeit von littlequeen.twoday.net findet ihr noch mal alles was ihr zum nachlesen braucht.

Etwas komisch fand ich das einige in ihren Weblogs die „4b´s“ falsch oder gar nicht beschrieben haben…er hat es ja nur 20mal wiederholt. Es heißt ja auch „man lernt nur wenn man es mit Bildern lernt“, weshalb das Naturwissenschaftliche lernen so „gut“ ist. Die Kinder können experimentieren, selber forschen und na klar zu ihrem Ergebnis bzw. einer Vermutung kommen. Für mich ist das nichts Besonderes da ich mit vielen Kindern schon im Fach Chemie versuche gemacht habe und auch so vorgegangen bin. Für Leute die es an sich selber einmal erleben ollen (egal welchen ALTERS!!) sollte mal den Blick in die Phänomenta in Flensburg wagen. Dann könnt ihr es an euch selber ausprobieren wie es auf Kinder wirkt „anders zu verstehen“. Sehr nice …

Mittwoch, 7. Dezember 2005

Veranstaltung zum 7.12

ng128

Dienstag, 6. Dezember 2005

Hallo

Moin Ebru!
Ich denk, ich sollt mal was in deinen Weblog schreiben.. Ich finde, du bist ganz schön fleißig und dein Weblog ist anscheinend auch gut frequentiert... das ist schön...
Schönen Abend

Donnerstag, 1. Dezember 2005

Der Lehrer hat Schuld…und nun?

„Das Gehirn kann keine Fehler machen, …der Lehrer müsste eigentlich sagen: „Entschuldige ich habe es dir/euch falsch erklärt“...
So ein Problem hatte ich in einem meiner Leistungskurse in der Oberstufe. Meine Lehrerin hat eine bestimmte Aussage zum Thema gemacht die „komplett“ falsch war. Ich habe mich gemeldet und habe sie direkt daraufhin angesprochen und sie zunächst gefragt, dass es ja nicht Stimmen kann aus den und den Gründen. Sie meinte, dass so was ja nicht wissen kann, da wir uns noch nicht mit dem Thema beschäftigt hätten und ich dazu eh noch nichts sagen könnte. Ach ja, und machte mich vor der ganzen Klasse lächerlich indem sie meinte, „das ich nicht lesen könne und vielleicht da mal was nachholen sollte und nicht ihr irgendwelche Tipps zum Unterrichtsinhalt geben soll“… sehr lustig… aber so wie ich nun mal bin, habe ich am nächsten Tag mein (eins in der Literaturwelt hoch angesehenes) Buch mitgebracht und ihr den Beweis meiner „Aussage“ niedergelegt. Die Reaktion war sehr respektlos und sie hat nur einen „kleinen“ blick darauf geworfen und dann ihre „einzige“ Aussage dazu gemacht: „Ebru, ich weiß gar nicht was du von mir willst? Schön das du lesen kannst - ich kann es auch!“ Ebru: „Das bezweifele ich auch nicht, es geht nur um die Tatsache das Sie etwas falsches erklärt haben und ich den Beweis dafür bringe. Es ist doch nicht bös´ von mir“… Meine Lehrerin: “So nun reicht es aber, ich muss mir von dir NICHTS gefallen lassen.“ Das Beste daran war, dass ich mich mit meiner Tutorin zusammensetzen durfte und mit ihr ein SEHR TOLLES Gespräch über mein RECHT als Schülerin anhören durfte…Meine Tutorin hatte mir zwar volles Recht gegeben, meinte aber zu mir „Ebru, du willst dir doch nicht dein Abi versauen.“ Und dann sag mir einer es gibt Rechte…

Ich hatte sogar einen Lehrer der die übelsten Ausländerwitze gemacht hatte… Ein kleines Beispiel: „Wie kann es sein das ein „NEGER“ (ich möchte an dieser Stelle niemanden persönlich angreifen, sondern nur zitieren) das Recht hat neben mir in MEINER Stammkneipe zu sitzen und ein Bier zu trinken, anstelle in der Küche zu stehen, wo sie eigentlich hingehören“…

Unterrichtsplanung zum 30.11: Fragestellung: „Was ist SUPPE?“

Das vorgestellte Buch „LolliPop“(hoch 2) hat zwar die Begriffe verwendet, aber nicht erklärt was denn nun Essen und Trinken ist…
Die Aufgabe eine Unterrichtsplanung zum Thema „Essen und Trinken – von früh bis spät“ hat sich meine Gruppe folgendes ausgedacht: 1.) gemeinsames Frühstücken 2.) Selbstständiges vorstellen der mitgebrachten Lebensmittel 3.) Zusammentragen der Ergebnisse und 4.) Einteilung in Essen und Trinken
Ich persönlich bin weniger zufrieden mit der Lösung… da man nicht mehr als 45min verwenden darf ist dies sehr langatmig, jedoch visuell gut mit dem Frühstück.
Ich habe mir direkt Gedanken gemacht darüber, wenn mich ein Kind fragt „Frau Lehrerin, was ist denn Suppe?  Suppe besteht aus Wasser und Wasser kann man nur trinken und nicht essen! Warum heißt es dann Suppe „essen“? Ist das „schlürfen“ nicht eher eine Art „trinken“. Nur die Bestandteile der Suppe (z.B. Gemüse oder Nudeln) kann man essen…Also kann man demnach sagen, das was man „kaut“ tut man auch (nicht immer) essen? Und was ist mit der Suppe? Ist es ein „TrinkEssen“? Und was “Essen“ die Astronauten(„Pulver mit Essensgeschmack“)...Man sollte mit einer Begriffsbestimmung beginnen was nun Essen und Trinken bedeutet. Hört sich vielleicht einwenig bescheiden an, jedoch um den richtigen Weg zu finden, habe ich keine Zeit mehr… (Vorgegebene Zeit war 5 Minuten). Wäre das nicht nur „Türklinkenpädagogik“?

Mittwoch, 30. November 2005

Veranstaltung zum 29.11.2005

Mich hat es zunächst verwundert, dass der Kurs mit einem Test begonnen hatte indem abgefragt wurde
1.) wofür steht bbbb?
2.) was bedeutet a e i o u?
...komischerweise habe ich auch gelsen "was bedeutet AC1?" obwohl mit versichert wurde das es nicht auf dem Zettel stand..naja.
Antwort:
1.) betrachten, beobachten, begreifen und beschreiben.
2.) A=Akzeption, I=Interaktion, E=Emotion, O=Ordnung, U=Unordnung.

Nach dieser eigentlich "zu schaffenden Aufgabe" komme ich zu unserem Aufwärmtraining wo wir das Wort Radio wdh. sollten-solange wir noch ein Bild vor Augen haben. Ich hab nach 15sec. aufgehört, weil ich mir meinen Gedanken ganz woanders war als bei einem Radio. Weniger Probleme hatte ich bei der Aufgabe mit dem Fingertip habe ich mit bravur gemeistert und konnte sogar meinen Gedanken weiter folgen. Die hirngymnastik, so wie sie Herr Schmid gerne nennt, hat funktioniert und ich war fit mich mit den 13. Fragewörtern zu beschäftigen, ich habe mir die folgende Fragewörter aufgeschrieben: Wo? Warum? Wieso? Weshalb? Wieviele? Wessen? Wann? Wen? Wem? Welche? Was? Wie? Wer?
Ich denke das mindestens 4 richtige Fragen darin enthalten sind.

Der geograph Jens, der seit neustem ein kleiner Teufel ist, wurde von meiner Nachbarin eher als "Tom Cruise" "verschnitt" wahrgenommen. Wie verschieden Wahrnehmung sein kann ;)

Zu der Aufgabe das man 2 Subjektive und ein Verb verwenden soll fällt mir Folgendes ein: Ich sehe ein schnelles und schickes A U T O und denke dabei an schnelle G E S C H W I N D I G K E I T E N. Das was mich imponiert ist, dass ich gerne mit dem Auto F A H R E N will.

Die Übung "Meditation im Supermarkt" habe ich an einem belebten Samstag im REAL Markt gemacht... es stehen mindestens 15 Wagen an und jeder Mensch der da steht "versprüht" Stress. Ich wollte mir also ein EIS kaufen und habe mich an die Kasse gestellt. Wo ich dann an zweiter Stelle angekommen war habe ich mich hinten angestellt und mich mit einem mittlerweile "geschmolzenen" Eis vergnügt... die Schlange war nun noch länger und ich war schon einwenig aggresiv...doch ich hatte mein kühles Eis und mein aggresionspotential runtergefahren... da ich gesehen hatte das andere Menschen noch gereizter und aggresiver waren..wurde ich immer lockerer und ich habe mir sogar noch eine ehren Runde gedreht... nach 1.Stunde hatte ich dann auch keine Lust mehr und die Kassiererin meinte zu mir "So kann man seinen Samstag auch verbringen" ... ich habe genickt und bin zufrieden nach Hause gegangen. ;) Machen werde ich es nie wieder... :)

Veranstaltung zum 29.11.2005

Für diejenigen die am Dienstagmorgen nicht da waren und für alle die es leider vergessen haben: In 2 Wochen bitte folgendes mitbringen: 1xZeitung, 1x mögl. großes Frühstücksbrett und 1xTonklumpen...

Die tägliche Übung "zufällig malen" habe ich gemacht und habe einen Fisch, eine alte Dame und ein Motorrad erkannt. komisch aber wahr ;)

Bei der Übung mit dem "Zählen" habe ich die Zahl 1567 heraus... einwenig (sehr) viel ... meine rechte Hirnhälfte hat sich also nicht eingeschaltet. Ich fand es auch arg langweilig um mich mit zählen zu beschäftigen, jedoch habe ich mich motiviert durchzuzählen… und dann kam so was raus… ;)

Bei dem spiegelverkehrten Zeichnen habe ich bei der Zahl
1 = Buchstabe M
2 = Herz
3 = Schneemann/Kleeblatt
4 = Tannenbaumstämme
5 = Apfel
6 = Schmetterling/Schere
7 = Eiskratzer
8 = 2 Menschen (so eine Art „Matroschka“)
9 = Brille
0 = Eier oder Comicaugen

Montag, 21. November 2005

Erfolgreiches Lernen & Lehren

Erfolgreich sind wir heute zum Ergebnis gekommen, das der Begriff mehr als nur ein Begriff zu sein scheint. Nach meiner Ansicht nach, ist der Begriff eine der ältesten und mehrdeutigsten Bezeichnungen der Philosophie, die gemeinhin jene allgemeine Vorstellung von Gegenständen bzw. Phänomenen meint, die durch die Abstraktion vom Konkreten, Besonderen und Individuellen gewonnen werden kann. Er zielt auf die einfachste Art des Denkens ab, um diese vom komplexeren Urteil oder Schluss abzugrenzen. Diese wiederum bauen auf einem System von Begriffen auf. Einen Begriff von etwas zu haben, meint die Bedeutung oder das Wesen des entsprechenden Phänomens zu kennen und in der Lage zu sein, es von anderen zu unterscheiden. Diese Charakterisierung ist jedoch philosophisch umstritten. In manchen Theorien der formalen Logik etwa sind Begriffe ideale Gegenstände, die durch Prädikate ausgedrückt werden. Also ist demnach Begrifflichkeit auch etwas zu verstehen. Wie hättest du die Definition zum Wort „Begriff“ gegeben?

Dienstag, 25. Oktober 2005

Ein paar Zitate ...

Nichts ist gleichmäßiger verteilt als die Intelligenz. Jeder glaubt, er habe genug davon. René Descartes

Ebru

Schulpädagogik

Wetter

Aktuelles Wetter in Flensburg:


Temperatur: 7 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 93 %
Sichtweite: 4.0 km
Luftdruck: 1002.0 mb
Windstärke: 24 km/h

Weather data provided by weather.com

Sie haben es geschafft, denn Sie sind ...

Counter herzlichen Glückwunsch!