Was ist eine Kopfschmerz(Tablette)
Als Chemikerin ist es immer wichtig sich über gewisse Dinge zu informieren und diesmal ging es mir BESONDERS um die Kopfschmerztablette…Und ich stellte mir die Frage:
Was ist eine Kopfschmerz(Tablette)?
Bekannt auch als Acetylsalicylsäure (2-Acetoxybenzoesäure).
HC9H7O4, Körnige oder nadeliges farbloses Kristall oder kristallines Pulver von schwach säuerlichem Geruch und Geschmack (aus Wasser) oder Tafeln (aus Isoamylalkohol), Schmelztemperatur liegt bei 135°. Es lösen sich 0,25 g Acetylsalicylsäure in 100 ml Wasser von 15° mit stark saurer Reaktion, 5 g in 100 ml Ether von 18°; Acetylsalicylsäure ist löslich in Ethanol und Alkalilaugen, sehr wenig löslich in Benzol.
Herstellung: Durch Acetylierung von Salicylsäure mit Essigsäureanhydrid.
Physiologisch: Acetylsalicylsäure wirkt im Organismus ähnlich wie Salicylsäure schmerzstillend und fiebersenkend, jedoch ohne deren unangenehme Nebenwirkungen auf Magen und Darm. Die Acetyl-Gruppe bedingt darüber hinaus erhöhte Lipoid-Löslichkeit und dadurch Steigerung des analget. Effektes. Die therapeutische Wirkung der Acetylsalicylsäure ist entgegen früheren Ansichten durchaus nicht allein dem Salicylat-Rest, der nach Abspaltung der Essigsäure im Darm entsteht, zuzuschreiben. Damit stimmt der Befund überein, dass die Essigsäure-Abspaltung nur partiell im Organismus erfolgt und ein geringer Anteil Acetylsalicylsäure unverändert ausgeschieden wird. In Untersuchungen über den Wirkungsmechanismus der Acetylsalicylsäure fand Hawkins, dass Acetylsalicylsäure das Serumalbumin, die wichtigste Eiweißkomponente des Blutplasmas, durch Acetylierung verändert. Darüber hinaus zeigte sich, dass Acetylsalicylsäure in vitro offenbar auch andere Substanzen acetylieren kann. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Acetylsalicylsäure die Synthese der Prostaglandine durch Blockierung der enzymatischen Umwandlung von Arachidonsäure hemmt, worin man die Ursache für die schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung der Acetylsalicylsäure sieht. Wegen ihrer Prostaglandin inhibierenden Eigenschaft eignet sich Acetylsalicylsäure auch zur Behandlung von Sonnenbrand . Außerdem wurde nachgewiesen, dass Acetylsalicylsäure die Aggregation und Desaggregation der Blutplättchen stört und dadurch das Stillen von Blutungen erschwert, was ebenfalls auf die Hemmung der Prostaglandin-Synthese zurückzuführen ist. Andererseits macht gerade diese Eigenschaft die Acetylsalicylsäure zur Behandlung von Thrombosen geeignet. Selbstverständlich bringt die Verzögerung der Blutgerinnung durch Acetylsalicylsäure gewisse Gefahren mit sich. So kann sie zu Magenblutungen führen oder die Ursache solcher Geschwüre sein . Umgekehrt soll die Chelatisierung von Acetylsalicylsäure mit Kupfer (Cu) die Entwicklung von Magengeschwüren verhindern .Insgesamt ist also Acetylsalicylsäure nicht ganz so harmlos, wie es ihre weltweite Anwendung (Aspirin ist seit 1899 auf dem Markt!) vermuten lässt. Einmalige Gaben von 30–40 g können tödlich wirken. In der Liste der MAK der Schweiz. Unfallversicherungsanstalt (1984) wird ein Wert von 5 mg/m3 angegeben. Acetylsalicylsäure wird aus dem Körper nur sehr langsam auf natürliche Weise eliminiert (eine Gabe von 1 g ist erst nach 6 Std. zur Hälfte ausgeschieden).
Verwendung.: Acetylsalicylsäure ist als Analgetikum, Antipyretikum und Antirheumatikum unter den verschiedensten warenzeichenrechtlich geschützten Namen (Aspirin®) meist tablettiert, aber auch in dosierten Pulvern als Substanz wie auch als „Salz“ (z.B. als Calcium- und Magnesium-acetylsalicylate) im Handel, neuerdings auch mikroverkapselt als Thrombozyten-Aggregationshemmer
Geschichtliches.: Salicylsäure ist in der Rinde von Weiden enthalten, sie wurde im Altertum von den Griechen, aber auch von Indianern gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Salicylsäure schmeckt bitter und reizt den Magen.
Die Acetylsalicylsäure wurde 1853 von Gerhardt erstmals hergestellt und 1899 von Bayer als Aspirin® in den Handel gebracht.
Nachzulesen (aber nicht leichter) im RÖMPP Chemie Lexikon
Was ist eine Kopfschmerz(Tablette)?
Bekannt auch als Acetylsalicylsäure (2-Acetoxybenzoesäure).
HC9H7O4, Körnige oder nadeliges farbloses Kristall oder kristallines Pulver von schwach säuerlichem Geruch und Geschmack (aus Wasser) oder Tafeln (aus Isoamylalkohol), Schmelztemperatur liegt bei 135°. Es lösen sich 0,25 g Acetylsalicylsäure in 100 ml Wasser von 15° mit stark saurer Reaktion, 5 g in 100 ml Ether von 18°; Acetylsalicylsäure ist löslich in Ethanol und Alkalilaugen, sehr wenig löslich in Benzol.
Herstellung: Durch Acetylierung von Salicylsäure mit Essigsäureanhydrid.
Physiologisch: Acetylsalicylsäure wirkt im Organismus ähnlich wie Salicylsäure schmerzstillend und fiebersenkend, jedoch ohne deren unangenehme Nebenwirkungen auf Magen und Darm. Die Acetyl-Gruppe bedingt darüber hinaus erhöhte Lipoid-Löslichkeit und dadurch Steigerung des analget. Effektes. Die therapeutische Wirkung der Acetylsalicylsäure ist entgegen früheren Ansichten durchaus nicht allein dem Salicylat-Rest, der nach Abspaltung der Essigsäure im Darm entsteht, zuzuschreiben. Damit stimmt der Befund überein, dass die Essigsäure-Abspaltung nur partiell im Organismus erfolgt und ein geringer Anteil Acetylsalicylsäure unverändert ausgeschieden wird. In Untersuchungen über den Wirkungsmechanismus der Acetylsalicylsäure fand Hawkins, dass Acetylsalicylsäure das Serumalbumin, die wichtigste Eiweißkomponente des Blutplasmas, durch Acetylierung verändert. Darüber hinaus zeigte sich, dass Acetylsalicylsäure in vitro offenbar auch andere Substanzen acetylieren kann. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Acetylsalicylsäure die Synthese der Prostaglandine durch Blockierung der enzymatischen Umwandlung von Arachidonsäure hemmt, worin man die Ursache für die schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung der Acetylsalicylsäure sieht. Wegen ihrer Prostaglandin inhibierenden Eigenschaft eignet sich Acetylsalicylsäure auch zur Behandlung von Sonnenbrand . Außerdem wurde nachgewiesen, dass Acetylsalicylsäure die Aggregation und Desaggregation der Blutplättchen stört und dadurch das Stillen von Blutungen erschwert, was ebenfalls auf die Hemmung der Prostaglandin-Synthese zurückzuführen ist. Andererseits macht gerade diese Eigenschaft die Acetylsalicylsäure zur Behandlung von Thrombosen geeignet. Selbstverständlich bringt die Verzögerung der Blutgerinnung durch Acetylsalicylsäure gewisse Gefahren mit sich. So kann sie zu Magenblutungen führen oder die Ursache solcher Geschwüre sein . Umgekehrt soll die Chelatisierung von Acetylsalicylsäure mit Kupfer (Cu) die Entwicklung von Magengeschwüren verhindern .Insgesamt ist also Acetylsalicylsäure nicht ganz so harmlos, wie es ihre weltweite Anwendung (Aspirin ist seit 1899 auf dem Markt!) vermuten lässt. Einmalige Gaben von 30–40 g können tödlich wirken. In der Liste der MAK der Schweiz. Unfallversicherungsanstalt (1984) wird ein Wert von 5 mg/m3 angegeben. Acetylsalicylsäure wird aus dem Körper nur sehr langsam auf natürliche Weise eliminiert (eine Gabe von 1 g ist erst nach 6 Std. zur Hälfte ausgeschieden).
Verwendung.: Acetylsalicylsäure ist als Analgetikum, Antipyretikum und Antirheumatikum unter den verschiedensten warenzeichenrechtlich geschützten Namen (Aspirin®) meist tablettiert, aber auch in dosierten Pulvern als Substanz wie auch als „Salz“ (z.B. als Calcium- und Magnesium-acetylsalicylate) im Handel, neuerdings auch mikroverkapselt als Thrombozyten-Aggregationshemmer
Geschichtliches.: Salicylsäure ist in der Rinde von Weiden enthalten, sie wurde im Altertum von den Griechen, aber auch von Indianern gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Salicylsäure schmeckt bitter und reizt den Magen.
Die Acetylsalicylsäure wurde 1853 von Gerhardt erstmals hergestellt und 1899 von Bayer als Aspirin® in den Handel gebracht.
Nachzulesen (aber nicht leichter) im RÖMPP Chemie Lexikon
ebrusarikaya - 14. Dez, 08:22
guelg - 14. Dez, 13:50
Wenn ich allein schon das Wort Chemie höre bekomme ich Kopfschmerzen!!!Ich nehme die Kopfschmerztabletten einfach so ohne darüber nachzudenken, sonst würde ich noch mehr Kopfschmerzen bekommen...aber trotzdem mal Interessant darüber nachzudenken und zu erforschen...
ebrusarikaya - 15. Dez, 14:01
es gibt schlimmeres als Chemie...
531396 - 18. Dez, 15:25
Super! Ich bin beeindruckt, wie gut du das hier aufbereitet hast! Wenn ich den anderen Kommentar lese, denke ich, dass es auch dringend die Notwendigkeit für ein Seminar gibt, dass die "Chemie-Blockade" löst, denn neigentlich ist CHEMIE ein total spannendes Fach. (Vielleicht erläuterst du in einem anderen Beitrag mal detailliert, wie man mit gewöhnlichen Haushaltsdingen schlagkräftige Bomben bauen kann!?)
Übrigens: Neben den vielen von dir aufgezeigten Eigenschaften der Acetylsalicylsäure (2-Acetoxybenzoesäure) gibt es noch eine ganz wichtige Notfallwirkung, wenn ein Arzt nicht so schnell zur Stelle ist, da sie nämlich blutverdünnend wikt - Herzinfarkt!
Übrigens: Neben den vielen von dir aufgezeigten Eigenschaften der Acetylsalicylsäure (2-Acetoxybenzoesäure) gibt es noch eine ganz wichtige Notfallwirkung, wenn ein Arzt nicht so schnell zur Stelle ist, da sie nämlich blutverdünnend wikt - Herzinfarkt!
ebrusarikaya - 26. Dez, 00:06
es ist sicherlicher blutverdünnend... jedoch...wenn es zu einer Not OP kommen sollte hat man eindeutig "verloren"...also nicht irgendwas einfach nehmen!
Reh Volution - 18. Dez, 15:33
tu das nie nie nie
selbst wenn du dinge weißt wie zB blutverdünnende Wirkung bei herzinfarkt, darfst du in keinem fall also auch nicht im Notfall einem menschen tabletten geben -
es sei denn du bist Arzt...
Ps.
Tolles layout - gefällt mir sehr und eh ich s vergesse spannender Ausflug in die Chemie!
es sei denn du bist Arzt...
Ps.
Tolles layout - gefällt mir sehr und eh ich s vergesse spannender Ausflug in die Chemie!
Sebrau - 18. Dez, 21:49
Genialer Beitrag!!
omarin - 20. Dez, 18:06
Oh!
Oh Ebru, du warst ja wieder richtig fleißig. Da werde ich mir wohl mehr Zeit für deinen Weblog nehmen müssen. Werde mir die Tage deine ganzen Beiträge mal durchlesen. Bis dann, Gruß Ole
ebrusarikaya - 26. Dez, 00:08
dito! :)
Kristinn. - 2. Jan, 18:12
Frohes neues Jahr!
Aha, vielen Dank für die Info! War allerdings zu faul, mir den kompletten Text durchzulesen. Hätte ihn wahrscheinlich eh nicht verstanden. Hoffe nur, Dur verstehst, was Du geschrieben hast :-) . Übrigens, wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, Du hattest ein paar erholsame Tage. Gruß, Kristin
ebrusarikaya - 10. Jan, 09:42
DITO! ;)
ich hoffe ich versteh es auch ;)
danke dir wünsche ich auch ein frohes neues Jahr! Und die erholsamen Tage hatte ich gewiss ;)
danke dir wünsche ich auch ein frohes neues Jahr! Und die erholsamen Tage hatte ich gewiss ;)
wiebkes - 9. Jan, 16:46
Hallo!
Ich wollte dir nur sagen, dass ich es echt toll finde, dass du mal einen ganz anderen Ansatz für die Kopfschmerz-Geschichte gefunden hast und nicht wie so viele (einschließlich mir) nur den Warum und Wozu-Dialog wiedergegeben hast!
Gruß Wiebke
Ich wollte dir nur sagen, dass ich es echt toll finde, dass du mal einen ganz anderen Ansatz für die Kopfschmerz-Geschichte gefunden hast und nicht wie so viele (einschließlich mir) nur den Warum und Wozu-Dialog wiedergegeben hast!
Gruß Wiebke
ebrusarikaya - 10. Jan, 09:44
ich dachte mir,dass es mal was anderes als sonst ist!
Thomas B. - 15. Jan, 14:52
Hi,
ich bräuchte Eure Hilfe. Auf meinem Weblog thomasb.twoday.net habe ich eine Umfrage gestartet und einen Beitrag geschrieben. Geht bitte auf meine Seite und lest Euch es zumindest durch! Ich möchte mich jetzt schon für die rege Beteiligung bedanken.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas F. B.
ich bräuchte Eure Hilfe. Auf meinem Weblog thomasb.twoday.net habe ich eine Umfrage gestartet und einen Beitrag geschrieben. Geht bitte auf meine Seite und lest Euch es zumindest durch! Ich möchte mich jetzt schon für die rege Beteiligung bedanken.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas F. B.
jessicawin - 30. Jan, 14:06
Hut ab!
Das ist wirklich eine interessante Sichtweise das Thema "Kopfschmerztablette" der letzten Veranstaltung aufzuarbeiten. Obwohl ich natürlich im gleichen Zuge zugeben muss, dass es mir sehr schwer gefallen ist die chemische Zusammensetzung einer Kopfschmerztablette zu lesen und dann versuchen zu verstehen. Ich habe also versucht mein hoffentlich noch vorhandenes Schulwissen des Chemieunterrichts abzurufen, musste mir aber eingestehen, dass es nicht für den ganzen Vorgang des Verstehens gereicht hat. Vielleicht kannst du mir bei Bedarf ein wenig Nachhilfe geben :-)


