Werkstatt Unterricht

Mittwoch, 28. Juni 2006

´Die Schule der Zukunft...

Ich habe lange überlegt wie ich mir meine Schule der Zukunft vorstelle. Ich fand es mehr als nur schwer die Systematik der Schule zu ändern, vor allem weil ich mit diesem System aufgewachsen bin und ich das irgendwie schwer einschätzen kann. Ich hab es auch damals hingenommen… was ich teilweise heute nicht mehr tue. Schule war für mich eher ein langweiliges Ereignis. Die Lehrer haben nie etwas Neues gemacht … Text lesen – bearbeiten – darüber sprechen… eben sehr langweilig… dann gab es auch noch Hausaufgaben weiter z u lesen… Und wenn am Ende des Schuljahres was Schlechtes herauskam (Note!) war ich natürlich die Schuldige, die es sich nicht aneignen konnte...besser gesagt wollte…Obwohl die Seiten genau benannt worden sind… trotzdem keine Chance. Wehe man sagt was gegen den Lehrer…dann war die Note am Ende noch schlechter als sie schon eigentlich war. Lehrer sind ja Pädagogen… einige hatten weniger von Pädagogik „Ahnung“ als ich in der Oberstufe… Wenn die nicht wissen, wie man unterrichtet, wer dann?

Ja ich gebe ja auch zu, dass ich Lieblingsfächer hatte. Das lag aber auch daran, dass ich meistens nicht das Fach, sondern den Lehrer gemocht habe der den Unterricht gemacht hat. Lehrer die ganz anders Unterrichtet haben, als die meisten. Man konnte sich unterhalten(diskutieren) über die Problematik, ohne das der Lehrer gleich sich eingemischt hat. Man konnte seine eigenen Ideen einbringen und teilweise auch verwirklichen. Die Euphorie der Lehrkraft wurde auf die Schüler übertragen. Naja, die Lehrer (ihr Unterricht) die mich gelangweilt haben, da begann ich dann lieber mit meinen Hausaufgaben der anderen Fächer um jedenfalls meine Zeit „sinnvoll“ zu nutzen. Einmal wurde ich dann auch von einer Lehrerin erwischt…und so wie es ist... wurde ich vor der ganzen Klasse bloß gestellt… Ich habe ihr dann daraufhin erklärt, dass ihr Unterricht zu langweilig ist und mich nicht anregt zuzuhören, da sie eh nur vorne stehe und alles vom Schulbuch vorträgt… Mensch, so was hätte ich niemals zu ihr sagen sollen… ich musste zum Direktor… hab mir richtig schön was anhören müssen… bin sogar mit einem verweis „bedroht“ worden… Meine damalige Tutorin meinte zu mir… Schüler müssen einfach mal die Klappe halten, obwohl du wahrscheinlich sogar recht hast…
Bis zu meiner 10.Klasse hatte ich irgendwie auch nur sehr autarkisch, grauhaarige und alte Lehrer.. Die Pause, oder besser noch der Schulschluss, wurden herbeigesehnt. In den Pausen konnte man dieser Art Lehrer auch nicht zu nahe kommen oder womöglich noch eine Frage stellen wollen. Möglichst schnell verschwanden sie im Lehrer- oder besser gesagt Raucherzimmer und wurden auch erst wieder gesehen, als die Schulklingel bereits mehre Minuten zur nächsten Stunde verklungen war. Beim anschließenden Betreten des Klassenzimmers konnte man dem Lehrer regelrecht ansehen, was er dachte: null Bock! Und so ein Desinteresse wirkt sich natürlich in keiner Weise motivierend auf die Schüler aus. Im Gegenteil, es reduziert das Interesse der Schüler auf ein Minimum.

So nun zum Thema zurück… Die Schule der Zukunft zu entwickeln ist eher schwierig… ich glaub der Unterricht geht nur besser zu gestalten…

SuS frei gestalten lassen… Nach Wagenschein z.B. unterricht… so was wäre doch mal eine richtig GEILE Idee!!

Donnerstag, 8. Juni 2006

IDIOTS SAVANT

Howard Potter isst für sein Leben gern. Und Kartoffelbrei mit Erbsen liebt er besonders. „Duncan hat zwei Erbsen mehr bekommen!“, beschwerte er sich einmal als Kind beim Mittagessen, nachdem er einen Blick auf den Erbsenberg seines Bruders geworfen hatte. Die irritierten Eltern zählten nach. Howard hatte sich nicht getäuscht…

idiot-savant

Als ich vorletzte Nacht nach Hause kam, es war 2 Uhr morgens, wollte ich noch einwenig fernsehen. Plötzlich kam ich zu einem Bericht über "idiots savants" ... über eine Stunde packte mich die Faszination dieser schon fast überirdischen "Menschen" ... Eigentlich sind es Autisten: „Unfähigkeit, eine Beziehung zu den Mitmenschen aufzunehmen.“ Autisten würden andere Menschen wie Dinge wahrnehmen und behandeln…find ich einwenig schwer einzuschätzen, denn man „steckt ja nicht drin“… Hermelin geht davon aus, dass Autisten die Welt als ein „bedrohliches, unkontrollierbares Chaos“ erleben. Dem setzen sie Rituale entgegen, die eine beruhigende Wirkung haben. „Höhere Bereiche im Gehirn werden beim autistischen Denken nicht zugeschaltet“, sagt Allan Snyder, Leiter des Centre for the Mind der Australian National University in Canberra. Daher fehle bei ihnen das konzeptionelle Denken. Sie verfügten also gleichsam über eine „ungefilterte Art der Informationsverarbeitung“, die große Vorteile biete. „Man muss sich das ähnlich wie beim Sehvorgang vorstellen“, sagt Snyder. „Wenn ein visueller Reiz auf die Netzhaut fällt, dauert es etwa eine Viertelsekunde, bis er als bewusste Wahrnehmung erscheint. Vor diesem Moment an wird jeder einzelne Bestandteil dieses Bildes – etwa Farbe, Form, Lage im Raum und Bewegung – einzeln von verschiedenen, spezialisierten Regionen im Gehirn verarbeitet.“ Diese einzelnen Eindrücke müssen dann „erst zu einem Muster vereinigt werden, das wiederum mit Arealen verschaltet wird, die es mit Bedeutung verbinden“, sagt Snyder. Lediglich das Endprodukt dringt in unser Bewusstsein. „Bei Savants gelangen hingegen alle Zwischenschritte ungefiltert ins Bewusstsein, und sie können das Bild gleichsam in allen seinen Details sehen. Wie einzelne Pixel einer Fotografie“, sagt Snyder.
Doch ich fragte mich nun wie genau das zustande kommen kann?...
Anscheinend liegt es an der rechten Hemisphäre… also im mathematisch-abstrakten, musikalischen oder zeichnerischen Bereich des Gehirns. Man geht auch davon aus, dass die rechte Gehirnhälfte bei Savants Defizite im Bereich der linken Hirnhälfte kompensiert. Man vermutet, dass in vielen Fällen eine Testosteron-Vergiftung während der Embryonalentwicklung der Grund sein könnte: Die Entwicklung der linken Gehirnhälfte dauert in der Regel länger als diejenige der rechten. Sie ist während dieser hoch sensiblen Phase daher länger vorgeburtlichen Einflüssen ausgesetzt. Im männlichen Fötus kann das zirkulierende Hormon Testosteron die neuronale Funktionsweise der linken Hemisphäre schwächen. Und aus diesem Grund würde die rechte Gehirnhälfte bei Männern als Kompensation oft größer ausgebildet und dominant.
Noch ein Beispiel: Christopher ist Anfang 40 und ein weltweites Unikum, selbst unter den Savants. Er hat sich mittlerweile über 20 Sprachen angeeignet – neben Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hindi, Italienisch, Norwegisch und Portugiesisch auch Russisch, Schwedisch, Türkisch und die Berber-Sprache der Tuareg. „Christopher setzt dabei typische kognitive Strategien von Autisten ein“, erklärt Beate Hermelin. Er erschließt sich die Sprachen über ihre einzelnen Elemente, etwa Worte oder Silben. Die grammatikalischen oder semantischen Aspekte vernachlässigt Christopher hingegen. So übersetzt er „Who can speak German?“ mit „Wer kann sprechen Deutsch?“ Dennoch sind seine Leistungen phänomenal: Bei einem Wortschatztest in Französisch konnte er neulich mit einem Professor für französische Philologie der University of London, der zweisprachig aufgewachsen ist, locker mithalten.
Niels Birbaumer, Professor für Neurobiologie an der Universität Tübingen, glaubt hingegen, die genialischen Fähigkeiten seien nur eine Frage des richtigen Trainings. Dass viele Experten das für völlig unrealistisch halten, entmutigt den Neurowissenschaftler nicht: Momentan zeichnet er die Gehirnströme zahlreicher Savants auf. Schon bald will er erste Studenten dazu anleiten, ähnliche Erregungspotenziale wie diese im Gehirn zu produzieren. „Jeder ist ein Savant“, glaubt Birbaumer. „Wir müssen den Rain Man in uns nur trainieren.“
Wirklich etwas Faszinierendes!!

Mittwoch, 17. Mai 2006

Petergoge.twoday.net ---> zum unterhalten?!

Es gibt weder Kreis noch Quadrat.
Es gibt in der Wirklichkeit nur Annäherungen an das Ideal.

Ziel: Berechnung des Quadrats
Es gibt keine Quadrate, es gibt in der Wirklichkeit eine Annäherung an das Ideal!
Die Kinder müssen hier verstehen, dass das Quadrat gleiche Seiten hat.

1. Gestalt

2. Form

3. Analysieren/Struktur

4. Synthese/System


Wie sieht eigentlich ein geborener Blinder die „Wirklichkeit“ in der wir leben? Was denkt er sich? Welche Vorstellungskraft hat die Person?

Mittwoch, 10. Mai 2006

Wo liegt denn dieses Mallorca?

Als ich dieses Wochenende bei meinem Physikdidaktik Wochenendseminar war, hat uns unser Dozent (Prof. Dr. Lutz Fiesser) folgendes an die Tafel geschrieben:
… es gibt keine wahrheit …
… im mittelpunkt des unterrichts steht der lernende mensch …
… physikunterricht ist ein prozess …
… meistens misslingt er …
… und das wissen wir seit mindestens 100 jahren …

Es wurde darauf vom naiven Realismus gesprochen und der individuellen Interpretation der Welt. Dann hat er uns Zeilen aus dem Buch „basic instinct“ (Wolfgang F. Schmid, ja genau der, den wir alle kennen) vorgelesen, ich zitiere hier mal paar Zeilen:
„Aristoteles deutet den bis dahin geltenden Begriff der Wahrheit radikal um. Wahr ist für ihn nicht mehr das, was sich offenbart, sondern nur noch das, was sich als richtig oder falsch erweist. Indem Aristoteles der Kraft des Logos Gesetzte verschafft, kann sie sich zwar in Gesetzen und Regeln des Denkens erproben, aber gerade diese Probe auf´s Exempel der Wahrnehmung setzt eine Wissenschaft in Gang, die dem Menschen zur größten Gefahr werden soll.“ (S. 343)

„Aristoteles erklärt, dass die Physik zur Unterscheidung zwischen richtigen und falschen Aussagen dadurch gelangen könne, dass man die nicht mehr wie Platon als die Wissenschaft von der Natur überhaupt, sondern nur noch als eine unter anderen Naturwissenschaften betrachte, eben jene, welche sich mit den unbelebten Dingen der Natur und deren Beziehungen untereinander befasse.“ (S. 344)

„Und so sieht es heutzutage aus:
Wir haben gelernt, alles zu vereinfachen. Wir versichern uns, indem wir uns nur das umgekehrte Eindeutige annehmen. Unsere Welt besteht aus einem Netzwerk formelhaft verknüpfter wissenschaftlicher Funktionen.“ (S. 345)

Nachdem ich nun versucht hatte allem verständlich zu Folgen, kam er auf Martin Wagenschein („Verstehen lehren“) zu sprechen. Ich habe mir das Buch am Montag geliehen und bin auf das Kapitel „Verdunkeltes Wissen“ gestoßen, indem gleich am Anfang ein kurzer Dialog aufgezeigt wird:

„Wo liegt denn dieses Mallorca?“
„DAS weiß ich nicht. Wir sind hingeflogen.“

Als Geographie Studentin musste ich schon einwenig darüber schmunzeln, aber genau darum geht es jetzt bei den Fragen, die ich unten aufgeführt habe. Aufgabe ist es, die Fragen einfach „aus dem Bauch heraus“ zu beantworten, aber ohne irgendwelche Information einzuholen.

1.) Wie kommt es zu einem Gewitter (Blitz/Donner)?
2.) Wie kommt es, dass die Astronauten nicht auf die Erde fallen?
Wie kommen sie wieder zurück?
3.) Eisen versinkt im Wasser. Warum gehen dann keine Schiffe unter?
4.) Wie kommt es, dass ein Fahrraddynamo Strom erzeugt?
5.) Wieso entsteht bei Regen ein Regenbogen?
6.) Warum ist es im Dezember kalt?
7.) Warum zieht ein Magnet zum Beispiel Eisennägel an?
8.) Wie kommt es, dass man durch ein Vergrößerungsglas, Gegenstände vergrößert sieht?

Ich mache es so wie Prof. Schmid: Ich sage euch keine Antworten, weder auf die Fragen noch wieso ich gerade euch diese „einfachen“ Fragen stelle. Versucht sie erst zu beantworten und schlagt erst dann nach. Durch diesen Prozess findet ihr die Antwort selber!
(Ich hoffe … *grins*)

Donnerstag, 4. Mai 2006

Das Gehör dient als (eine) Energiequelle des Gehirns ...

Was ist Intuition?
Intuition (lat. intuitio: Anblick, Anschauung), in der Philosophie spontane Erkenntnis, die nicht auf begrifflicher Reflexion basiert. Die intuitive Erkenntnis wird allgemein als Fähigkeit des Geistes angesehen, Sachverhalte und Gegebenheiten unmittelbar zu erfassen.

Pythagoras-music-of-spheres-2
Quelle:www.myastrologybook.com
In der griechischen Philosophie spielt die Intuition bei Pythagoras von Samos eine große Rolle.


In der christlichen Philosophie stellt die Intuition ein wesentliches Mittel zur Erkenntnis Gottes dar. Philosophen, die der intuitiven Erkenntnis einen hohen Wert beimessen, sind Baruch Spinoza und Henri Bergson.


baruch-spinoza
Quelle: www.philosophyprofessor.com

In Spinozas Philosophie ist die Intuition die höchste Form der Erkenntnis, die sowohl der empirischen Erkenntnis, die auf Sinneswahrnehmung basiert, überlegen ist als auch der „wissenschaftlichen” Erkenntnis, die sich auf ein Urteilen aufgrund von Erfahrung stützt. Das intuitive Wissen von Gott, d. h. die Einsicht, dass die Welt „unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit” steht, vermittelt dem Menschen das Verständnis eines geordneten und einheitlichen Universums.


Henri-Bergson-1MAX
Quelle: www.cojeco.cz

Der französische Philosoph Henri Bergson unterscheidet zwischen Intellekt und Intuition. Für ihn eignet sich der Intellekt zur Erkenntnis der materiellen Welt, jedoch nicht dazu, das Wesen des Lebens zu erfassen. Er definierte die Intuition als „Instinkt, der ohne Interesse ist, selbstbewusst und fähig dazu, seinen eigenen Gegenstand zu reflektieren und ihn unendlich zu erweitern”. Andererseits kann der Intellekt die Dinge bloß analysieren und dadurch lediglich zu einer Erkenntnis des Relativen in den Dingen führen, niemals jedoch zu dem Absoluten, das nach Bergson nur durch Intuition erfasst werden kann.

Die intuitive Erkenntis ist der empirischen entgegengesetzt, die die menschliche Erkenntnis allein auf Erfahrung zurückführt, sowie der rationalen Erkenntnis, die davon ausgeht, dass die Erkenntnis von der Vernunft bestimmt wird.

Was ist Interjektion?
Die Interjektion (lat. interiectio) ist ein bestimmter Ausdruck wie ach, aha. huch, oha, och, mmhh, bäh oder au, der an die Mündlichkeit gebunden ist und meist aus der Hörerposition eingesetzt wird, um den Sprecher zu steuern. Man könnte auch sagen, dass Interjektionen keine Laute sind sondern "Empfindungen" ... ein Empfindungswort...kann es sein, dass es von unseren Vorfahren "noch" kommt/stammt?!


Durch Bilder und Sprache kann ich lernen!
Emanuel Kant:
“Gedanken ohne Inhalte sind leer. Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“
Begabte Lehrer sollen mit einfachen Bildern und Sprache arbeiten können!

Der Lehrplan dient als Alibi?
L e h r e r = R e g l e r

Kinder entwickeln lassen =
selbstständig informieren und definieren lassen

Ebru

Schulpädagogik

Wetter

Aktuelles Wetter in Flensburg:


Temperatur: 20 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 94 %
Sichtweite: 6.0 km
Luftdruck: 1000.0 mb
Windstärke: 11 km/h

Weather data provided by weather.com

Sie haben es geschafft, denn Sie sind ...

Counter herzlichen Glückwunsch!

Erfolgreiches Lernen & Lehren
Hirngerechtes Informieren II
Intelligenz & Begabung
Werkstatt Unterricht
Zitate und mehr
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren